Stadt - Land - gesund 1

Vorstandsvorsitzender der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb), Prof. Aloys Berg

Gesundheit ist ein zentraler Faktor für die Lern- und Bildungsfähigkeit von Kindern. Unsere Gesellschaft hat die wichtige Aufgabe, die Verhältnisse für ein gesundes Aufwachsen positiv zu gestalten – und dies vor allem im direkten Lebensumfeld der Kinder: in ihrer Region, ihrer Kommune, ihrem Stadtteil oder Quartier. Für ein Gelingen dieser Zukunftsaufgabe müssen die lokalen Akteure zusammenarbeiten. Am Montag, den 27.02.12 fanden sich über 130 Teilnehmer aus verschiedenen Bundesländern, 24 Referenten und rund 20 Aussteller in Weimar zum gemeinsamen "Regionen mit peb"-Fachtag der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) und der AGETHUR ein.

Die Fachtagung war eine Aufforderung, Gesundheitsförderung im kommunalen Umfeld und in Landkreisen als Querschnittsthema zu betrachten. In insgesamt acht Foren gaben die Referenten Einblick in vernetzte Arbeit mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten der Gesundheitsförderung. Sie widmete sich deshalb insbesondere den Gesundheitsfragen auf Kreis- und kommunaler Ebene. Gesundheitszieleprozesse, Netzwerke und Kooperationen, ressortübergreifende Zusammenarbeit sowie der richtige Weg, die Zielgruppe zu erreichen, werden in den Foren beleuchtet und diskutiert. Die Tagung richtet sich an politische Entscheider, LeiterInnen in der Verwaltung von Gesundheit, Sport, Schule, Kita, Familie, Jugendhilfe und Soziales, Stadtplaner und Architekten, Entscheider bei Krankenkassen und Trägern von Betreuungseinrichtungen, Sportanbietern, Initiativen und alle weiteren interessierte Akteure.

Prof. Eberhard Göpel  führte mit seinem Beitrag „Kommunale Gesundheitsförderung als Chance zur Gestaltung eines gesundheitsfördernden Gemeinwesens“ in die Tagung ein und rief alle Anwesenden zur Beteiligung auf.

Der Vorstandsvorsitzende der Plattform Ernährung und Bewegung e.V., Prof. Aloys Berg, wies darauf hin, dass Gesundheitsfragen eines intensiven Austauschs unter den Fachakteuren bedürfen: „Die Bedingungen für das gesunde Aufwachsen unserer Kinder machen nicht an den Grenzen von Ressorts, Institutionen und Verantwortungsbereichen halt. Alle, denen das gesunde Aufwachsen von Kindern am Herzen liegt, sind einerseits aufgefordert ihren jeweiligen Teil hierzu beizutragen und andererseits mit kompetenten Partnern zusammenzuarbeiten.“, so Prof. Berg.

Downloads

  • Tagungsflyer
  • Tagungsunterlagen
  • Gesamtdokumentation mit Protokollen aus den Workshops
  • Weitere PDF-Downloads (Workshop-Präsentationen) sind den unten stehenden Beiträgen der ReferentInnen in den jeweiligen Foren zugeordnet.

Grußwort von Prof. Aloys Berg, peb

Grußwort Prof. Aloys Berg, Vorstandsvorsitzender der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
Jahrestagung Regionen mit peb: Stadt – Land – gesund. Partner und Strategien für gesundes Aufwachsen in der Kommune, 27. Februar 2012 in Weimar



Sehr geehrte Frau Engelhard,
sehr geehrte Frau Dr. Hähnel,
sehr geehrte Damen und Herren,

„Ein Kind zu erziehen, bedarf es eines ganzen Dorfes.“

Diese Haltung hinter dem afrikanischen Sprichwort gilt in besonderer Weise auch für die Gesundheitsförderung in unserer Gesellschaft. ...

Grußwort von Dr. Eva-Maria Hähnel, AGETHUR

am 27. Februar 2012, Weimar

Grußwort von Dr. Eva-Maria Hähnel, Geschäftsführerin der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. – AGETHUR
zum Fachtag „Stadt – Land – gesund. Partner und Strategien für gesundes Aufwachsen in der Kommune“ am 27. Februar 2012, Weimar

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
sehr geehrte Referentinnen und Referenten,


auch ich möchte Sie im Namen der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. zum gemeinsamen Fachtag der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM und dem Projekt „Regionen mit peb“ und der AGETHUR zu ressortübergreifenden Gesundheitsfragen auf Kreis- und kommunaler Ebene recht herzlich begrüßen. Im Mittelpunkt des heutigen Tages steht die positive...

Hauptvortrag: Kommunale Gesundheitsförderung

als Chance und Möglichkeit zur Gestaltung eines gesundheitsfördernden Gemeinwesens – Eine Einladung zur Beteiligung

Tagungsunterlagen zum Vortrag von Prof. Eberhard Göpel (im Vorstand der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.) auf der Fachtagung "Stadt - Land - gesund" am 27.2.2012 in Weimar

PDF-Downloads zum Vortrag: Vortragsskript und Folienpräsentation ...

Grundlage: Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung

Material zum Hauptvortrag Prof. Göpel (Weimar, 27.2.2012)

Auf der ersten internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde im November 1986 in Ottawa die folgende Charta verabschiedet. Diese Konferenz war vor allem eine Antwort auf die wachsenden Erwartungen an eine neue Bewegung für die Gesundheit in der ganzen Welt. Die Diskussion befasste sich vorrangig mit Erfordernissen in Industrieländern, es wurden aber auch die Entwicklungsprobleme aller anderen Regionen berücksichtigt. Die Veröffentlichung der Ottawa-Charta durch die WHO hat in vielen Ländern neue Impulse für die Gesundheitspolitik vermittelt. Um auch in Deutschland entsprechende Entwicklungen anzuregen, ist der Text nachfolgend noch einmal aufgeführt.

Gesundheitsförderung ...

Forum 1: Große Pläne – kleine Städte?

Gesundheitsziele auf lokaler Ebene umsetzen

Mitunter sind Bundes- und Landesvorgaben zu abstrakt oder weitreichend, um praktikable Ansätze für die Umsetzung auf kommunaler Ebene zu bieten. Das Forum zeigt auf, wie Gesundheitsziele in einem partizipativen Prozess zwischen Land, Kommune, Vereinen, Verbänden entwickelt und kommunal verortet werden können.

 

Gesundheitsziele auf kommunaler Ebene umsetzen
Dr. Barbara Spangenberg, ehem. Referentin für Gesundheitsförderung
und Suchtprävention des Thüringer Gesundheitsministeriums (TMSFG), im Vorstand der AGETHUR ...

Forum 2: Nebenan sitzt der Fachmann

Ressort übergreifende Arbeit in Kommunen

Geht es um gesundheitsförderliche Lebensbedingungen, können nahezu alle Fachressorts einer Kommunalverwaltung beteiligt werden. Das Forum verdeutlicht Notwendigkeiten und Möglichkeiten der ressortübergreifenden Zusammenarbeit bei Querschnittsthemen wie u.a. der Übergewichtsprävention.

 

Demographischer Wandel. Ressortübergreifende Arbeit in der Kommune erfolgreich umsetzen
Kerstin Schmidt, Demographie lokal, Trainerin im Bereich Organisationsentwicklung und Gesundheitsprävention, Strategieberaterin
...

Forum 3: Himmel und Hölle

Kinderspiel, Klimaschutz und Stadtplanung

Mit dem Forum wird das Thema Spiel- und Streifräume von Kindern in ihrem
Wohn- und Lebensumfeld aufgegriffen und im Kontext von Stadtplanung beleuchtet: Bewegungsräume müssen geplant und gemanagt werden – auch vor dem Hintergrund gesundheitsförderlichen Lebens und Aufwachsens.


Stadtraumqualität zur Förderung gesunder Lebensweisen
Dr.-Ing. Minh-Chau Tran, Universität Duisburg-Essen, Institut für Stadtplanung und Städtebau ...

Forum 4: Einmischung erwünscht?

Ernährung und Bewegung als Türöffner für die Gesundheitsbildung junger Familien

Kinderärzte, Hebammen und Frauenärzte sind die wichtigsten Vertrauenspersonen für werdende und junge Eltern. Das Forum stellt zwei Ansätze der Gesundheitsbildung vor: Die Herangehensweise aus psychologischer Sicht und die Bildung lokaler Netzwerke mit einheitlichen Präventionsscores.

 

 

ELTERN-AG – Gesund und fit durch kompetente Eltern
Prof. Dr. Meinrad Armbruster, MAPP Empowerment gGmbH, Programm ELTERN-AG ...

Forum 5: Einzelkämpfer oder Trägerstrategie?

Organisationsentwicklung für bessere Verpflegung und mehr Bewegung in Kitas und Schulen

Das Forum stellt Hintergründe und Notwendigkeiten für die Entwicklung von Trägerprofilen dar: So werden Verpflegung, Ernährungsbildung und Bewegungsförderung zu Qualitätsmerkmalen.

 

 

Gesundheitsmanagement in Kitas Umsetzung nachhaltiger Gesundheitsförderung in Kitas
Carsten Rumpeltin, Rhein-Kreis Neuss, Gesundheitsplanung und -förderung und GEMIK

Im Rhein-Kreis Neuss wurde 2003 „fitnetz – das gesunde netzwerk“ gegründet.
Hintergrund war die Erkenntnis des Gesundheitsamtes, dass viele Kitas zwar mit großem Engagement ein Projekt nach dem anderen durchführen, deren Inhalte aber nur sehr selten langfristig in den Kita-Alltag überführt wurden. Diagnose: Aktionismus und Projektitis. ...

Forum 6: Chancengleichheit ermöglichen

Gesundheitsförderung trifft Jugendhilfe

Nicht nur das Risiko für Übergewicht im Kindesalter, sondern auch damit verbundene Folgeerkrankungen sind in Familien sozial ungleich verteilt. Wie gelingt der Schritt, alle an Gesundheitsangeboten zu beteiligen und mit Prävention zu erreichen?

 

 

Chancengleichheit ermöglichen: der Weg zur Präventionskette
Dr. Enikö Bán, Amtsärztin, Gesundheitsamt der Stadt Weimar

Der öffentliche Gesundheitsdienst ist die Fach- und Koordinationsstelle für Gesundheitsförderung in der Kommune/im Landkreis. Die Gesundheitsämter haben u. a. den Auftrag, die Zusammenarbeit aller Akteure – dazu gehört v. a. auch die Jugendhilfe – zu koordinieren und stabile Netzwerke zu bilden. Dabei soll besonderes Augenmerk auf die Verringerung sozial bedingter ungleicher
Gesundheitschancen gelegt werden.

Die Chancen und Risiken für eine gute Gesundheit sind zwischen den sozialen Schichten ungleich verteilt. So besteht z.B. bei Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen eine bis zu 16-mal höhere Prävalenz physischer und psychischer Erkrankungen als in den oberen sozialen Schichten. Die Lebenserwartung ist im Durchschnitt um 10 Jahre verringert.

Benachteiligten Familien wird durch individuelle Gesundheitsbotschaften nicht ...

Forum 7: Gleiche Botschaften für alle!

Warum Fachleute in der Ernährungsbildung an einem Strang ziehen sollten

Mit den Handlungsempfehlungen „Ernährung in der Schwangerschaft“ ist es gelungen, wichtige Botschaften zu Ernährung, Lebensstil und Allergievorbeugung im Konsens aller relevanten Fachgesellschaften aufzubereiten. Wie gelingt das in der Praxis?

 

 

Die richtigen Botschaften und Methoden in der Ernährungserziehung und Ernährungsbildung
PD Dr. Thomas Ellrott, Universität Göttingen ...

Forum 8: Stadt – Land – gesund

Orientierung für Gesundheitsförderung in der Kommune

Sind Gesundheit und Gesundheitsförderung ein Standortfaktor in der alternden
Gesellschaft? Wie könnte ein Referenzrahmen „Gesunde Kommune“ aussehen?
Was brauchen Kommunen dafür?

 

 

Evidenzen und Implikationen für eine gesundheitsförderliche Kommunalentwicklung
Gunnar Geuter, Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, Fachgruppe
Gesundheitsmanagement ...


Dokumentation "Stadt - Land - gesund" 1

Tagungsdokumentation und -informationen der Fachtagung am 27.02.2012 in Weimar:

Tagungsinfos/Doku/Downloads
Referent/-innen
Fotos
Programm