Programm am 27.02.2012

Die Fachtagung widmet sich insbesondere den Gesundheitsfragen auf Kreis- und kommunaler Ebene widmen. Gesundheitszieleprozesse, Netzwerke und Kooperationen, ressortübergreifende Zusammenarbeit sowie der richtige Weg, die Zielgruppe zu erreichen, werden in den Foren beleuchtet und diskutiert.

Tagungsprogramm am 27.02.2012

9:30 Uhr - Ankommen, Anmelden, Umschauen

10:00 Uhr - Grußworte

  • Angela Engelhard, stllv. Abteilungsleiterin Gesundheit, TMSFG
  • Prof. Dr. Aloys Berg, Vorsitzender der Plattform Ernährung und Bewegung e.V.
  • Dr. Eva-Maria Hähnel, Geschäftsführerin der AGETHUR

Durch die Tagung führt Rica Braune, Personalentwicklerin/Coach und GUT DRAUF-Koordinatorin für Thüringen

10:30 Uhr - Impulsvortrag
"Kommunale Gesundheitsförderung als Chance  zur Gestaltung eines gesundheitsfördernden Gemeinwesens – Eine Einladung zur Beteiligung"
Prof. Eberhard Göpel, Vorstand der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung

11:30 Uhr - Ein moderierter Rundgang über den Markt der Möglichkeiten  
Die Aussteller sind Teil des Veranstaltungskonzepts und werden durch die Moderatorin den Teilnehmern vorgestellt. 

12.15-13:00 Uhr Mittagspause


13:00-14:30 Uhr Erster Workshopblock

  • Workshop 1: Große Pläne – kleine Städte? Gesundheitsziele auf lokaler Ebene umsetzen.
    Mitunter sind Bundes- und Landesvorgaben zu abstrakt oder weitreichend, um praktikable Ansätze für die Umsetzung auf kommunaler Ebene zu bieten. Der Workshop zeigt auf, wie Gesundheitsziele in einem partizipativen Prozess  zwischen Land, Kommune, Vereinen, Verbänden entwickelt und kommunal verortet werden können, welchen Einfluss sie auf den Ausbau einer bedarfsgerechten und qualitätsgesicherten Gesundheitsförderung in der Kommune haben und welche Impulse davon für mehr Bewegung sowie gesundes Essen und Trinken ausgehen.
    Referenten:
    Constanze Planert, Gesundheitszielprozess Thüringen, AGETHUR
    Dr. Barbara Spangenberg, ehem. Referentin für Gesundheitsförderung und Suchtprävention, Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit, im Vorstand der AGETHUR
    Nicole Briechle, Gesundheitsförderung Wartburgkreis

  • Workshop 2: Nebenan sitzt der Fachmann: Ressortübergreifende Arbeit in Kommunen
    Was hat Verkehrsplanung mit Gesundheitsförderung zu tun? Wie kann das Grünflächenamt an Bewegungskonzepten der Stadt mitwirken? Geht es um gesundheitsförderliche Lebensbedingungen, können nahezu alle Fachressorts einer Kommunalverwaltung beteiligt werden. Der Workshop soll Notwendigkeiten und Möglichkeiten der ressortübergreifenden Zusammenarbeit u.a. bei Querschnittsthemen wie der Übergewichtsprävention für Kinder. Dabei geht es auch um die Zukunftsfähigkeit der Kommune.
    Referenten:
    Kerstin Schmidt, demografie lokal - Strategieberatung für Kommunen
    Dr. Peter-Joachim Oertel, Leiter des Gesundheitsamtes im Landkreis Tübingen
    Prof. Dr. Seidel, Chefarzt SRH Waldklinikum, Geraer Adipositas Netzwerk
    Susanne Brand, Plattform Ernährung und Bewegung e.V., Regionen mit peb

  • Workshop 3: Himmel und Hölle: Kinderspiel, Klimaschutz und Stadtplanung
    Mit dem Workshop soll das Thema Spiel- und Streifräume von Kindern in ihrem Wohn- und Lebensumfeld aufgegriffen und im Kontext von Stadtplanung beleuchtet werden: Bewegungsräume müssen geplant und gemanagt werden – auch vor dem Hintergrund eines gesundheitsförderlichen Lebens und Aufwachsens. Sportentwicklung, nachhaltige Mobilitätsplanung und Klimaschutzkonzept lassen sich damit verbinden. Ein Plädoyer für den Blick über den Tellerrand und Werkzeuge für vernetzte Partizipationsprozesse.
    Referenten:
    Dr. Minh-Chau Tran, Universität Duisburg-Essen, Institut für Stadtplanung und Städtebau
    Holger Hofmann, Deutsches Kinderhilfswerk, Referat Spielraum

  • Workshop 4: Einmischung erwünscht? Ernährung und Bewegung als Türöffner für Gesundheitsbildung junger Familien
    Kinderärzte, Hebammen und Frauenärzte sind die wichtigsten Vertrauenspersonen für werdende und junge Eltern. Die "richtige" Ernährung und das richtige Maß an Bewegung sind häufig das durchgängigste Thema. Der Workshop soll unterschiedliche Ansätze der Gesundheitsbildung darstellen. Die Herangehensweise aus psychologischer Sicht und erste Schritte für die Bildung lokaler Netzwerke mit einheitlichen Präventionsscores.
    Referenten:
    Prof. Dr. Meinrad Armbruster, Magdeburger Ausbilder in Psychotherapie (MAPP-Institut)
    Inga Schulz, Plattform Ernährung und Bewegung e.V., Projekt 9+12 – Gemeinsam gesund in Schwangerschaft und erstem Lebensjahr


14:30-14:45 Uhr - Kaffeepause auf dem Markt der Möglichkeiten

14:45-16:15 Uhr - Zweiter Workshopblock

  • Workshop 5: Einzelkämpfer oder Trägerstrategie? Organisationsentwicklung für bessere Verpflegung und mehr Bewegung in Kita und Schule
    Kitas und Schulen sind die ersten und wichtigsten Institutionen, die als Bildungs- und Erziehungseinrichtungen auf Kinder einwirken. Verpflegung, Ernährung und Bewegung sind alltagsnahe Gesundheitsthemen. Der Umgang damit hängt immer noch zu häufig an einzelnen Mitarbeitern oder Einrichtungen. Der Workshop stellt Hintergründe und Notwendigkeiten für die Entwicklung von Kita- und Schulträgerprofilen dar: So werden Verpflegung, Ernährungsbildung und Bewegungsförderung zu Qualitätsmerkmalen des Trägers.
    Referenten:
    Carsten Rumpeltin, Rhein-Kreis Neuss, Gesundheitsplanung und -förderung und GEMIK, Gesundheitsmanagement in Kitas
    Stefan Heyn, symbioun e.V.
    Alexandra Lienig, Verbraucherzentrale Thüringen, Vernetzungsstelle Schulverpflegung

  • Workshop 6: Chancengleichheit ermöglichen: Gesundheitsförderung trifft Jugendhilfe
    Gängige Präventionsangebote erreichen Menschen aus niedrigeren Bildungsschichten und schwieriger sozialer Lage häufig nicht. Alltagssorgen, Wissensstand, Sprach- und Kulturbarrieren oder unterschiedliche Gesundheitsbegriffe hemmen oft die Teilhabe. Die KIGGS-Studie zeigte, dass nicht nur das Risiko zu Übergewicht im Kindesalter und damit eventuell verbundene Folgekrankheiten in Familien auch schichtspezifisch sind. Wie gelingt der Schritt, Familien besser an Gesundheitsangeboten zu beteiligen und mit Prävention zu erreichen? Wer sind die Partner zur Lösung dieser Fragen vor Ort?
    Referenten:
    Dr. Enikö Bán, Amtsärztin Stadtverwaltung Weimar, Gesundheitsamt
    Dr. Gordon Heringshausen, Verein Gesundheitszentrum an der Hochschule Magdeburg-Stendal
    Uta Maercker, AGETHUR

  • Workshop 7: Gleiche Botschaften für alle! Warum Fachleute in der Ernährungsbildung an einem Strang ziehen sollten.
    Mit den Handlungsempfehlungen „Ernährung in der Schwangerschaft“ ist es gelungen, wichtige Botschaften zu Ernährung, Lebensstil und Allergievorbeugung einheitlich und im Konsens aller relevanten Fachgesellschaften aufzubereiten. Hebammen, Gynäkologen und andere Multiplikatoren sollen sie nutzen und an werdende Eltern weitergeben. Dabei ist Essen Privatsache - und hier gibt es so viele Meinungen wie Menschen. Geht es um ausgewogene Ernährung oder Verpflegungskonzepte und Ernährungsbildung stellt sich häufig die Frage, was und wie Einrichtungen und Fachleute Kindern und Ihren Eltern mitgeben sollen. Welche Botschaften soll Ernährungsbildung transportieren, um allen ein gesundes Aufwachsen zur ermöglichen?
    Referenten:
    PD Dr. Thomas Ellrott, Universität Göttingen
    Petra Hottenroth, aid infodienst e.V., Gesund ins Leben - Netzwerk Junge Familie
  • Silke Schulze, Horizont e.V., Projekt ANGEL Nordhausen

  • Workshop 8: Stadt – Land – gesund: Orientierung für Gesundheitsförderung in der Kommune
    Gesunde Einwohner, gesunde Schulkinder, gesunde Fachkräfte. Sind Gesundheit und Gesundheitsförderung ein Standortfaktor in der alternden Gesellschaft? Wie könnte ein Referenzrahmen „Gesunde Kommune“ aussehen? Welche Kriterien und Angebote machen Gemeinde, Landkreis oder Stadt "gesund"? Was brauchen Kommunen dafür? Rahmengebend soll dabei das Thema Übergewicht (Ernährung/Bewegung) sein, da es das Risiko für eine Vielzahl Krankheiten erhöht.
    Referenten:
    Nina Wettern, Plattform Ernährung und Bewegung e.V., Regionen mit peb
    Gunnar Geuter, LandesLandesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen
    Dr. Ulrich Schwabe, Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V., Bernburg bewegt!


16:15 Uhr - Come together
Zum Ausklang möchten wir Sie zum weiteren Austausch bei Getränken und kleinen Häppchen einladen. Vertiefen Sie Ihre neuen Kontakte, führen Sie Diskussionen weiter, tauschen Kontaktinformationen und teilen Sie uns Ihre Eindrücke mit.