
Was veigentlich einmal als Idee angedacht war, startete schließlich als Projekt im LandesSportBund Niedersachsen e.V., unterstützt durch die Kooperationspartner S.V. Odin sowie die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover:
Jeden Mittwoch walkt die Nordic-Walking-Expertin gemeinsam mit Neuzugewanderten, die Hannover ihre neue Heimat nennen, quer durch die Landeshauptstadt. Das Besondere: Durch das gemeinschaftliche Walken entlang von Behörden, Sehenswürdigkeiten und interessanten Plätzen der Stadt, lernen sie Hannover auf ganz andere Weise kennen als eine "normale" Stadtführung dies ermöglicht. Klar also, dass dies nicht die einzigen Vorteile dieser neuen Mischung aus Bildungs- und Bewegungselementen sind: Wie Tamara Dajanev als langjährige Übungsleiterin des S.V. Odin aus Erfahrung weiß, fördert Nordic-Walking die Gesundheit, stärkt das Immunsystem und natürlich werden auch soziale Kontakte durch das Gruppengefüge geknüpft. Dass die Teilnehmer dabei einen ganz lockeren Umgang miteinander pflegen, kommt den Zielen des Projektes in besonderem Maße zugute: So kann ganz ungeniert die fremde Sprache Deutsch geübt werden und auch alltägliche Fragen und Probleme können besprochen werden. Etwa auf die Frage, wo ein Auto angemeldet werden kann, wird Tamara Dajanev als Kursleiterin und Projektentwicklerin eine Antwort geben können - während die Gruppe die Route entlang walkt, natürlich.
Ermöglicht wird dadurch auch ein lockerer Einstieg in den Sport, ganz ohne Hemmnisse. Die Strecken "abzuwalken" schafft dabei jeder, darauf achtet die Übungsleiterin natürlich. Schließlich geht es nicht um die sportliche Leistung, sondern um den Spaß in der Gruppe und darum, gemeinsam etwas Neues kennenzulernen.
Quelle: Landessportbund Niedersachen
Ansprechpartner, dazugehörige Flyer und weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Landessportbunds Niedersachsen
Was hat das ganze mit der Übergewichtsprävention für Kinder zu tun?
Erst einmal nichts, richtig. Aber das Konzept der Niedersachsen kann relativ unkompliziert adaptiert werden. So entsteht eine Chance für Sportvereine, Eltern und Familien gezielt anzusprechen und zu erreichen - etwa beim BildungsWalking zum Thema Kindergesundheit in der Stadt oder zum Thema Lebensmittel und Kinderernährung oder zum Thema aktive Familienfreizeit. Auch für Wander- und Bergsportvereine bietet sich das Konzept an. Übungsleiter/Trainer, die noch nicht so erfahren sind, in ihre Kurse und Übungsstunden sportfremde Bildungsinhalte einzubinden, sollten sich ganz besonders um Kooperationspartner mit bemühen.
Welche Partner bieten sich an?
Je nach Thema können es Träger der freien Wohlfahrtspflege (z.B. AWO, Caritas, Diakonie) sein, die zum Beispiel eigene Beratungsangebote für Migranten haben. Wenn es um Ernährung geht sind Ernährungsberater/-innen oder Ehrenamtliche aus Umweltverbänden (z.B. NABU, Bund, NaturFreunde) oder die Verbraucherzentralen eventuell gute Ansprechpartner.
Eine Übersicht über potenzielle Partner für die Themenbereiche Ernährung und Bewegung finden Sie hier.



