Radtouren und "außerschulische Lernorte" (Klassen 9-12)

Die Bewegung mit der Ernährungsbildung verbinden – Wandervereine, Alpenvereine, Heimatkundevereine, Naturschutz- und Umweltgruppen pflegen diese Tradition seit langem. Sei es die Wanderung mit Einkehr und Führung auf dem Biobauernhof, Pilzwanderungen etc. Zu Fuß oder per Fahrrad werden geführte Touren unterschiedlicher Länge und zu verschiedenen "essbaren Themen" angeboten.

Wanderungen und Radtouren lassen sich gut mit der Erkundung der regionalen Landwirtschaft, einem Besuch auf einem Hof, in einer Plantage oder beim Schäfer verbinden. Wer ein längerfristiges Projekt als Genießertour/Obst auf Rädern/food on bike anstoßen möchte, um die "Essbarkeit" der eigenen Region erlebbar zu machen, kann die Umgebung per Rad touristisch erkundbar machen. Denn Nüsse, Beeren, Pilze wachsen an vielen Stellen; und Obstplantagen, Äcker, Viehzucht gibt es ebenfalls an vielen Orten.

Das Projekt kann in Form einer Projektwoche, in AG's oder als Schuljahresprojekt durchgeführt werden. Als Projektwoche bedarf es deutlich mehr Vorarbeit durch den Lehrer!

Erfahrungen aus Schulprojekten findet man im Internet vor allem zum Thema Ernergie- und Klimaschutz. Die Energietouren sind oft gut dokumentiert.


Achtung: Bevor es an eine eigene Ausarbeitung einer Tour geht, macht es eventuell Sinn, einmal als Gruppe bzw. Klasse an einer geführten Tour in der eigenen Region teilzunehmen. Hierdurch bekommt man eventuell ein Gespür dafür, was bei einer Tour alles wichtig ist.

Material, Partner, Fächer

Mögliche beteiligte Fachbereiche:

  • Biologie/Naturwissenschaften
  • Geografie (Region, Gelände, Infrastruktur, Streckenbeschreibung)
  • Sport (Bewegung, Streckendesign, Tourbeschreibung)
  • Kunst (Design der Infomaterialien, Wegweiser, Karte, Infotafeln, Routenlogo),
  • Deutsch (PR-Texte)
  • Wirtschaft (regionale Wirtschaftkreisläufe)


Mögliche Kooperationspartner:

  • Außerschulische Lernorte: Landwirte, Lebensmittelproduzenten, Schäfer, Supermärkte, Bioläden, Kleingartenvereine, Streuobstwiesen
  • Außerschulische Fachpartner: Landwirtschaftsamt, Forstamt, Biosphärenreservat, Natur- und Umweltschutzvereine (BUND, NABU, NaturFreunde), Amt für Tourismus/Stadtmarketing/Wirtschaftsförderung
  • Routenplanung & Verkehrssicherung: Wandervereine, ADFC, Polizei, Verkehrswacht


Falls nötig - mögliche Geldgeber:...

Projektschritte "obst on bike"

  1. Region mit der Gruppe/Klasse erkunden, Obst-Schauplätze und andere Orte mit Bezug zu Essen/Lebensmitteln finden
  2. geeignete Route aussuchen
  3. Verkehrswacht, Tourismusförderung, ggf. Polizei mit einbeziehen
  4. Route dokumentieren und kartografieren, Beschreibung und Begleitinformationen erarbeiten
  5. Infotafeln erstellen
  6. Route testen, Fahrtzeit messen
  7. Route beschildern, Infotafeln aufstellen (Alles fotografisch festhalten!)
  8. Beschreibung ergänzen
  9. Start Öffentlichkeitsarbeit und die erste öffentliche Obsttour

Routenbestimmung und -beschreibung

Eine Rad- oder Fußwandertour zu erarbeiten und zu beschreiben bedarf einiger Übung. Denn als Entwickler und Anbieter touristischer Angebote steht man auch in der Verantwortung, die richtigen Informationen zu erarbeiten und gut verständlich anzubieten. Verkehrssicherheit ist hierbei besonders wichtig. Doch auch die Tourenbeschreibungen müssen so verfasst werden, dass sie verständlich sind und die Strecke sicher bewältigbar ist.

Wichtige Tourendaten zur Streckenbeschreibung sind

  • Tourentitel: z.B. „obst on tour – Finow“

  • Wegweiser: Beschreibung der Schilder und Piktogramme, die die Radler leiten

  • Kurzroute: die wichtigsten Punkte der Tour aufschreiben, z.B.
    Route Eberswalde-Finow > Schiffshebewerk Niederfinow > Liepe > Eberswalde...

Routenbeschilderung, Alternativen, Links & Material

Routenbeschilderung
Das touristische Radwegenetz ist in vielen Regionen Deutschlands auf gutem Niveau, insbesondere die überregionalen Verbindungen sind meist ganz gut ausgebaut. Und häufig wird der Tagestourismus als Chance für eine positive Entwicklung in den ländlichen Räumen gesehen. Wichtig ist es, wenn an der Beschilderung der Obst-Route gearbeitet wird, existierende Beschilderungskonzepte mit einzubeziehen, damit kein verwirrender Schilderwald entsteht.

Schulklassen bzw. Projektgruppen, die eine Fuß- oder Radwanderung zu Obst- und Landwirtschaft der Region erarbeiten, sollten zum einen in der Beschreibung von Teilabschnitten auf bestehende Routeninformationen und Beschilderungen zurückgreifen sowie sich an kommunale und/oder...

Relevante Links