Studie: Wie ernähren sich deutsche Familien wirklich?

Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Schweizer Nahrungsmittelunternehmens AMC-Group

Dem überwiegenden Teil der Eltern ist die gesunde Ernährung ihrer Kinder wichtig. Die dürfen auch häufig mitreden, wenn es um das Essen geht. Einigkeit herrscht auf dem Teller noch lange nicht. Und wie ernähren sich Familien in Deutschland wirklich? Das Institut für Demoskopie Allensbach hat sich in einer repräsentativen Studie mit dieser Fragestellung beschäftigt. Befragt wurden im Auftrag des Schweizer Nahrungsmittelunternehmens AMC-Group, eines Herstellers von Kochsystemen.

Welche Prioritäten setzen Eltern bei der Ernährung ihrer Kinder?

Fast alle Eltern legen bei der Ernährung vor allem Wert darauf, dass ihren Kindern das Essen schmeckt (95%), dass sie möglichst viel Obst und Gemüse essen (94%), dass es mindestens eine warme Mahlzeit am Tag gibt (92%) und dass die Kinder ausreichend trinken (91%). Auch auf eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung (85%), frische Zubereitung und wenig Fertigprodukte (82%) sowie wenig Süßigkeiten (84%) legen viele Eltern besonderen Wert. Zwei Dritteln ist es außerdem wichtig, dass die Kinder genug essen und richtig satt werden (66%). Das gute Aussehen des angerichteten Essens ist für etwa jeden Zweiten besonders relevant. Überraschend weit abgeschlagen und an letzter Stelle der 14 abgefragten Prioritäten: Die Verwendung möglichst vieler Bio-Produkte (41%).

Viele Eltern haben ein schlechtes Gewissen, wenn es um die Ernährung ihrer Kinder geht. 38 Prozent meinen, sie ernähren ihre Kinder nicht gesund genug. Sie genügen ihren eigenen Ansprüchen beim Kochen nicht, entscheiden sich gegen die eigene Überzeugung auch mal für Fertiggerichte statt selbst zu kochen (40 Prozent), und sie lassen sich zu oft von ihren Kindern um den Finger wickeln, erfüllen deren Wünsche auch wenn sie der Meinung sind, dass dies nicht die gesündere Variante ist (39 Prozent). Auch beim Einkauf im Supermarkt setzen sich Kinder oft durch. 49 Prozent der Väter und Mütter sagten, dass sie ihren Kindern dort auf Wunsch Süßigkeiten kaufen.

Der Fast-Food-Irrtum

Dass Kinder Fast Food wie Hamburger, Fischstäbchen oder Bratwurst mehr lieben als jedes andere Gericht, bestätigte sich in der Studie nicht. Fast Food ist nur bei sechs Prozent der Kinder der Top-Favorit, ebenso viele Kinder entschieden sich für Fischstäbchen, je fünf Prozent für Schnitzel mit Pommes und Bratwurst. Unangefochtener Spitzenreiter hingegen sind mit 46 Prozent Spaghetti. Selbst Pizza, mit 21 Prozent auf Platz zwei, findet nur halb so viele Fans wie die Nudeln.Pommes frites schaffen es nur auf Platz 3 und sonstiges Fast Food (z.B. Hamburger) liegen nur auf Platz 10.

Kochen, Mitkochen, zusammen essen

Kein Wunder, dass Spaghetti auch auf der Liste der Gerichte, die Kinder selbst kochen können, ganz oben steht. 51 Prozent der Kinder zwischen acht und zwölf Jahren sagen, sie können kochen, ohne fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. 62 Prozent davon kochen am liebsten Spaghetti. 38 Prozent beherrschen Spiegel- oder Rührei, 22 Prozent können Süßspeisen wie Wackelpudding zubereiten.

Fast alle Eltern reden mit ihren Kindern häufig oder zumindest gelegentlich darüber, was es zu essen geben soll. Das sorgt auch für Konflikte: In rund 40 Prozent der Familien, die darüber sprechen, kommt es zuweilen zum Streit darüber, was gegessen werden soll. Ein Trost: Kinder, die bei der Wahl des Essens mitdiskutieren dürfen, haben ein ausgeprägteres Ernährungsbewusstsein als solche, die das selten oder nie dürfen.

Fast drei Vierteln der Kinder macht das Essen Spaß, den Jungen häufiger (78 Prozent) als den Mädchen (65). Dabei klagen Kinder, deren Eltern gern und ernährungsbewusst kochen, seltener über "schlechtes" Essen als solche, deren Eltern nicht gern kochen oder nicht auf Gesundes achten. Wie auf anderen Gebieten ist auch bei der Ernährung das Vorbild der Eltern wichtig. Kinder, deren Eltern es leicht fällt, bei der Ernährung Vorbild zu sein, haben deutlich häufiger Spaß am Essen und sehen seltener einen Widerspruch zwischen gutem Essen und gutem Geschmack.

Wandel bei den Tischmanieren

Die gemeinsame Mahlzeit steht bei Deutschlands Familien immer noch hoch im Kurs: Drei Viertel der Kinder gaben an, dass es bei ihnen häufig alle Familienmitglieder am Tisch sitzen. Wie aber in den Familien gegessen wird, hängt stark vom sozialen Umfeld ab. So legt ein Viertel aller Eltern aus unteren sozialen Schichten keinen besonderen Wert darauf, dass die Kinder von ihnen lernen, wie man mit Messer und Gabel isst. Und dass beim Essen der Fernseher läuft, stört die Hälfte aller Eltern aus der schwächeren sozialen Schicht nicht weiter. Bei den einkommensstarken Familien ist es verpönt, den Fernseher während des Essens laufen zu lassen: 80 Prozent lehnen dies ab. 81 Prozent dieser Familien legen großen Wert darauf, dass erst mit dem Essen begonnen wird, wenn alle am Tisch sitzen. In Familien aus schwächeren sozialen Schichten sind es 49 Prozent. Nach wie vor wichtig finden die Eltern, dass die Kinder am Tisch nicht herumhampeln und lernen, mit Messer und Gabel zu essen (je 83 Prozent). Geachtet wird auch darauf, dass sich die Kinder vorher die Hände waschen und nicht mit vollem Mund sprechen. Wie sehr auf welche Manieren gesehen wird, hängt auch vom sozialen Umfeld ab.

Dagegen sind viele der Grundsätze, mit denen die Eltern selbst groß geworden sind, nicht mehr gefragt. Viele der alten Grundsätzekommen aus der Mode: Während sich 71 Prozent der befragten Eltern daran erinnern, dass ihre eigenen Eltern auf einen pünktlichen Essensbeginn Wert legten, erwarten dies nur noch 59 Prozent von ihren Kindern. So erinnern sich 64 Prozent der Eltern daran, dass ihre Väter und Mütter früher darauf bestanden, dass die Kinder den Teller leer essen. Nur 13 Prozent verlangen das selbst von ihren Kindern. Ähnlich deutlich ist der Gegensatz bei der Forderung "es wird gegessen, was auf den Tisch kommt". Früher legte die deutliche Mehrheit der Eltern (75 Prozent) darauf großen Wert, heute sind es nicht einmal halb so viele (31Prozent ). Auch das Tischgebet stirbt aus: Nur in sieben Prozent der deutschen Familien wird Wert auf ein Tischgebet gelegt. Dagegen sagt knapp ein Viertel aller Eltern, dass in ihrer Kindheit vor dem Essen gebetet wurde.

Die neuen Tischmanieren sind: "Den Teller nicht zu voll packen", lieber ein zweites Mal nehmen (heute 70 Prozent, früher 47 Prozent), und "vor dem Essen nichts naschen" (heute 78 Prozent, früher 66 Prozent).

Eltern kritisieren Kinder-Speisekarten

Mit "Kindertellern" in Restaurants sind nur 40% der Eltern zufrieden, die auf gesunde Ernährung achten. Häufigste Kritik der Eltern: Zu ungesund (52%), zu wenig Variationen und Auswahl (61%). Bei den Kindern hingegen kommen die Speisekarten besser an, 64% sagten "finde ich gut".

Quellen: www.welt.de, www.morgenpost.de, AMC-Pressemeldung (Presseportal.de)

1 Kommentar

schrieb am 03.01.2013 10:17 Autor: Karin Hautmann

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Danke und mfG Karin Hautmann

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Studie: Frühes Füttern fester Nahrung hält Kinder schlank

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Weitere Informationen:

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Nestlé befragte Ganztagsschüler und Eltern zur Ernährungsqualität in Schulen

Im Rahmen der Studie „So is(st) Deutschland“ befragte Nestlé bundesweit 750 Ganztagsschüler und 750 Eltern zum Thema Ernährungsqualität in Schulen. Insgesamt bewerten die Schüler die Qualität ihrer Mensa mit der Schulnote 2,9 („befriedigend"). Entsprechend fühlt sich jeder vierte Schüler nach dem Essen in der Mensa müde und träge, weitere 32 Prozent geben an, schwer und lustlos in den Nachmittagsunterricht zu starten. Bei den Eltern dominiert laut Nestlé-Studie die Einstellung, dass die Schulmensa vor allem deshalb nützlich ist, weil sie sie entlastet (73 Prozent). Dennoch konnten nur 59 Prozent der Eltern sagen, von welchem Caterer das Schulessen angeliefert wird. Nur ein Viertel der Eltern gibt an, dass ihnen gesundheitliche Aspekte...

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Die Qualität der Mittagsverpflegung wird von nordrhein-westfälischen Schulen insgesamt als befriedigend bis gut eingestuft. Das hat eine gemeinsame landesweite Befragung von 840 Ganztagsschulen durch das Verbraucherschutzministerium und das Schulministerium ergeben. In allen untersuchten Bereichen gibt es noch Verbesserungsbedarf; die Schulen haben neben dem Problem knapper finanzieller und personeller Ressourcen vor allem einen hohen Bedarf an Beratung. Umso wichtiger sind Bemühungen, eine passgenaue und praxisnahe Hilfestellung anzubieten.

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Studie: Gesundheit alleinerziehender Mütter und Väter – GBE-Heft 14

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Studie: Kindliches Übergewicht, Arbeitszeiten Mütter & Väter

Erste Studien weisen darauf hin, dass das die verlangte steigende Flexibilität bei Arbeitszeiten das Familienleben negativ beeinflussen kann und auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder hat. So wurden Zusammenhänge zwischen Übergewicht und Adipositas und den Arbeitszeiten der Eltern gefunden. In mehreren Studien konnten lange Arbeitszeiten der Mütter mit Übergewicht und Adipositas bei ihren Kindern in Zusammenhang gebracht werden, die väterliche Rolle wurden dabei nicht einbezogen. Eine australische Studie hat nun auch die Arbeitszeiten der Vätermit einbezogen mit dem Ziel, Zusammenhänge zwischen Übergewicht oder Adipositas neunjähriger Kinder und der Arbeitszeiteinteilung der Eltern näher zu beleuchten. Es zeigte sich, dass...

Studie: Ergebnisse des Präventions-Projekts „Trau Dich!“

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HBSC-Studie: Nur zwei von drei Kindern und Jugendlichen frühstücken

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Nestlé Studie 2011 "So is(s)t Deutschland"

Junge Deutsche haben zu wenig Zeit für gesundes Essen

Für die Nestlé Studie 2011 wurden rund 10.000 Menschen zu ihrem Ernährungs- und Einkaufsverhalten befragt. Für eine wissenschaftlich fundierte Auswertung bürgen die Markt- und Meinungsforschungsinstitute wie IfD-Allensbach, die GfK - Gesellschaft für Konsumforschung, Ipsos oder Icon Kids & Youth. Die Nestlé Studie 2011 beschreibt sieben Ernährungstypen und zeigt das Spektrum, was Eltern und Kindern beim Essen wirklich wichtig ist.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Entstrukturierung des Alltags nimmt weiter zu. Gegessen wird, wenn Zeit dafür ist
  • „Snacking“ und „Out-of-Home“-Verzehr sind die Zukunftstrends
  • Familie prägt Ernährungsverhalten der Kinder nach wie vor am stärksten
  • Trotz Krise: Preissensibilität sinkt, gutes Essen und Trinken wird...

Studie: Prävention von Diabetes

Australische Studie bestätigt: Mehr Bewegung bringt langfristig Erfolge

Wer durch einen aktiveren Lebensstil Fettleibigkeit und damit einen Risikofaktor für Diabetes mellitus Typ 2 (so genannte „Altersdiabetes“) verhindern will, muss dazu keinen unrealistisch hohen Aufwand betreiben: Die genannten Ziele sind durch eine mäßige und dauerhafte Erhöhung der regelmäßigen täglichen Schrittzahl zu erreichen. Dies ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten australischen Kohortenstudie. ...

Studie: Fit Not Fat (OECD)

Fettleibigkeit und die Ökonomie der Prävention

Die Studie untersucht die Ausbreitung der Fettleibigkeit anhand aktueller Daten, Trends und Prognosen. Sie verdeutlicht, wie Wirtschaft und Staat selbst in der Vergangenheit zur Fettleibigkeit beigetragen haben und zeigt Möglichkeiten auf, was sie nun zu deren Bekämpfung tun können.

OECD - Fettleibigkeit hat in den Ländern der OECD das alarmierende Ausmaß einer Volkskrankheit angenommen. Jeder zweite ist heute bereits von Übergewicht betroffen. Mit einer gemeinsamen Strategie von Regierungen und Wirtschaft könnte die Fettleibigkeit aber bereits für wenige Euro pro Kopf erfolgreich bekämpft werden. Dies ist das Ergebnis der Studie „Obesity and the Economics of Prevention: Fit not Fat“, die heute von der Organisation für wirtschaftliche...

Studie: Ablenkung beim Essen vermindert Sättigungsgefühl

Britische Forscher der Universität Bristol zeigen mit einer in der Ausgabe Februar 2011 des American Journals of Clinical Nutrition erschienenen Studie, dass sich abgelenkte Esser unmittelbar nach der Mahlzeit weniger satt fühlen. Zudem aßen sie innerhalb einer halben Stunde nach dem Essen doppelt so häufig Snacks als die Teilnehmer der Kontrollgruppe, die bei der Mahlzeit nicht abgelenkt waren. ...

Studie: Essen - auch wenn es nicht schmeckt?!

Vier von fünf Verbrauchern essen Dinge, die ihnen nicht schmecken

Im Rahmen des 15. Heidelberger Ernährungsforums am 28./29.9.2011 stellte die Dr. Rainer Wild Stiftung, Stiftung für gesunde Ernährung erste Ergebnisse einer repräsentativen Studie zur Geschmacksforschung vor. Die Heidelberger Wissenschaftler gingen dabei der Frage nach, ob Menschen Dinge essen, die ihnen nicht schmecken. Die Ergebnisse zeigen, dass 81 % der Befragten Lebensmittel und Speisen zu sich nehmen, die nicht ihren persönlichen Geschmacksvorlieben entsprechen. Weiterhin wird deutlich, dass der Geschmack nur eines von vielen Kriterien für die Auswahl von Lebensmitteln ist.

Täglich müssen sich Verbraucher entscheiden, was sie essen – zu Hause, in der
Schule, an der Arbeitsstelle oder unterwegs. Fragt man sie, warum sie sich...

Studie: Fehlendes Problembewusstsein bei Eltern übergewichtiger Kinder

"Mein Kind ist doch nicht dick" oder "Das ist doch nur Babyspeck" sind Sätze, die häufig von Eltern mit übergewichtigen oder gar fettleibigen (adipösen) Kindern zu hören sind. Nach einer aktuellen Studie zur Teilnahme von Familien an einem Präventionsprogramm gegen Fettleibigkeit bei Kindern werden Eltern erst dann aktiv, wenn ihr Nachwuchs bereits adipös ist. Kindliches Übergewicht wird meist noch nicht als Problem erkannt. Die Studie ist ein Kooperationsprojekt des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) AdipositasErkrankungen, des Kinderärztenetzwerks CrescNet und der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig. ...

Studie: Essverhalten lernen bei gemeinsamen Mahlzeiten

Sitzt die Familie am Tisch sinkt das Risiko für Übergewicht

Amerikanische Forscher durchforsteten 17 Studien, die sich mit gemeinsamen Familienmahlzeiten, Übergewicht und Essverhalten beschäftigten, und werteten insgesamt die Daten von über 182.000 Kindern und Teenagern im Alter von 3 bis 17 Jahren aus. Das Ergebnis: Kinder und Jugendliche, die mindestens drei Mahlzeiten pro Woche zusammen mit ihren Familienangehörigen aßen, zeigten im Vergleich zu allein essenden Kindern tendenziell ein gesünderes Essverhalten, hatten eher ein durchschnittliches Gewicht und neigten weniger zu Essstörungen.

Nach einem Bericht der Forscher in der Fachzeitschrift “Pediatrics” kommt Übergewicht bei Heranwachsenden, die zumindest dreimal pro Woche mit ihren Eltern gemeinsam aßen, ca. zwölf Prozent seltener auf als bei...

Kinder-ECHO "Gesundheit"

Sozial benachteiligten Kindern fehlen gute Vorbilder

Kinder aus sozial schwachen Familien sind häufiger krank, ernähren sich schlechter und treiben weniger Sport als Kinder aus privilegierten Verhältnissen. Die Ergebnisse des aktuellen Kinder-ECHOs "Gesundheit", einer repräsentativen Meinungsumfrage des Jugendforschungsinstituts iconkids & youth im Auftrag der Bepanthen-Kinderförderung, zeigen die Sichtweise von mehr als 700 Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren zu ihrem Gesundheits-, Ernährungs- und Bewegungsverhalten. Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen führen demnach einen ungesünderen Lebensstil und legen damit den Grundstein für mögliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit.

Benachteiligte Kinder anfälliger für Krankheiten
Kinder aus benachteiligten Familien fühlen...

Studie: Risiko für Übergewicht bei Kindern steigt mit Einschulung

Viele Kinder nehmen in der Grundschulzeit deutlich an Körpergewicht zu. So lautet das Fazit einer Studie der Kinder- und Jugendklinik Datteln, an der über 1.300 Schüler im Alter von 7 bis 11 Jahren teilnahmen.

Die Wissenschaftler hatten die jungen Probanden der 3. und 4. Klassen in 16 Grundschulen besucht und Körpergröße und -gewicht ermittelt. Anhand dieser Daten wurde der Körpermassenindex (BMI) bestimmt und mit den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchungen verglichen.

Das Grundschulalter scheint ein kritischer Zeitraum für die Gewichtsentwicklung zu sein. Ein Großteil der Schüler hatte ab dem Zeitpunkt der Einschulung deutlich an Körpergewicht zugenommen. So lag der Anteil der Übergewichtigen und Adipösen zu Schulbeginn bei...

GRETA-Studie: zur Ernährung von Ein- bis Dreijährigen

Optimierungsbedarf bei Ernährung von Kleinkindern

Die GRETA-Studie ist eine repräsentative Querschnittsstudie zur Ernährung von Kleinkindern im Alter von 10 - 36 Monaten in Deutschland. Bei einer mit einem Quotenverfahren gebildeten Stichprobe von 563 Kleinkindern wurde mit einem 7-Tage-Schätzprotokoll, das anhand von Verzehrsdaten der DONALD Studie konstruiert wurde, der Lebensmittelverzehr mahlzeitenbezogen ermittelt und die Nährstoffzufuhr berechnet. Als weitere Besonderheit wurden in der GRETA Studie auch Wünsche und Einstellungen der Eltern rund um das Thema Ernährung erhoben. Insgesamt gibt die GRETA-Studie einen umfassenden Einblick in die Ernährung und das Ernährungsumfeld von Kindern in der Übergangsphase von der speziellen Säuglingsernährung zur Familienernährung und erlaubt...

Umfrage: Was zählt im Kampf gegen Übergewicht?

Im Frühjahr 2011 befragte Weight Watchers in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut TNS Emnid über 200 Akteure aus Ärzteschaft, Politik, Verbänden, Ernährungsberatung und Krankenkassen: Welche Ansätze sind im Kampf gegen Übergewicht Erfolg versprechend? Wo sollten Schwerpunkte gesetzt werden? Wer sollte verstärkt angesprochen und eingebunden werden?

Rollenverteilung in der Übergewichtsprävention
81 Prozent der Befragten vertraten die Meinung, dass Kindergärten und Schulen eine „eher große“ oder „sehr große“ Bedeutung bei der Übergewichtsbekämpfung haben sollten. Auf Rang zwei befinden sich die Ärzte, denen 75 Prozent aller Umfrageteilnehmer „eher große“ oder „sehr große“ Bedeutung zuschrieben. Sicherlich zu Recht, denn die im...

Ulmer Kinderstudie: Zigaretten machen Kinder dick

Rauchen der Eltern hat Einfluss auf das Gewicht der Kinder

Die Ulmer Kinderstudie ist die einzige Familienstudie in Deutschland, die sowohl Mütter als auch leibliche Väter in die Analysen einbezieht und den Nachwuchs von der Geburt bis zu ihrem achtjährigen Geburtstag begleitet. Neue Ergebnisse zeigen: Kinder im Alter von acht Jahren, deren Väter während der Schwangerschaft geraucht haben / aktiv rauchen, hatten einen 3 cm größeren Bauchumfang als die Vergleichsgruppe mit nichtrauchenden Vätern. Dies fand eine Forschergruppe um Prof. Dr. Martin Wabitsch von der Universitätsklinik Ulm heraus. Das kürzlich durchgeführte Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Kompetenznetz Adipositas (Verbund LARGE) gefördert wird, untersuchte achtjährige Kinder in einem...

Studie: Wohnumfeld und Motorik

Einfluss des sozialen Einzugsgebiets auf die motorische Leistungsfähigkeit und das Aktivitätsverhalten im Kindergartenalter

Autoren: Kerstin Ketelhut, Hanno Strang & Martin Holzweg |Institut für Sportwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin

 

Problemstellung: Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden in Deutschland an Bewegungsmangel und ihre motorische Leistungsfähigkeit ist häufig unbefriedigend. Die aktuelle Studie untersucht, ob es bereits im Kindergartenalter Unterschiede hinsichtlich des Aktivitätsverhaltens und der motorischen Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit vom sozialen Umfeld der Kinder gibt


Methode: Aus 18 Kindergärten, von denen 9 in einem sozial schwachen und 9 weitere in einem sozial starken Einzugsgebiet lagen, wurden insgesamt 172 3-5-jähige Kinder rekrutiert. ...

Romp & Chomp: Prävention von Übergewicht bei Kleinkindern nur mit langem Atem erfolgreich

Ein australisches Projekt zur Prävention von Übergewicht bei Kleinkindern  zeigte Erfolge  – allerdings sind die Voraussetzungen für solche Erfolge nach Darstellung der Wissenschaftler durchaus aufwendig: notwendig sind nämlich ein langer (fachlicher wie politischer) Atem, veränderte kommunale Angebotsstrukturen und eine Vielzahl von Partnern und Interventionen. Die australischen Wissenschaftler aus dem "WHO Collaborating Centre for Obesity Prevention“ an der Deakin University bezeichnen ihr Projekt zur Prävention und Bekämpfung von Übergewicht bei Kleinkindern als die „erste erfolgreiche präventive Intervention auf Gemeindeebene“.

Das so genannte "Romp & Chomp"-Projekt (benannt nach den Comicfiguren Mr. Romp und Mrs. Chomp) wurde zwischen...

Studie: Bessere Wohngegend - weniger Übergewicht

Sozialexperiment in den USA zeigt Zusammenhang zwischen sozialer Umgebung und Gesundheitszustand

In den USA wurde zwischen 1994 und 1998 ein soziales Experiment durchgeführt, dass die Wechselwirkungen von Arbeit und Arbeitslosigkeit, Bildungsniveau und Geundheitszustand analysieren sollte. In New York, Los Angeles, Chicago, Boston und Baltimore 4.498 alleinerziehende Frauen mit Kindern aus der Unterschicht zufällig ausgewählt. Etwa 1.800 von ihnen erhielten einen Zuschuss für eine Wohnung in einer Mittelklasse-Wohngegend. Bedingung war, dass sie dort mindestens ein Jahr lang leben sollten. Die anderen erhielten entweder ein Wohnungsgeld, das nicht an Bedingungen geknüpft war, oder gar nichts.

Die 2011 im Fachblatt "New England Journal of Medicine" veröffentlichte Studie untersuchte nach vielen Jahren Beobachtungszeit von 2008 bis 2010...

Studie: Wohnumfeld und Motorik

Einfluss des sozialen Einzugsgebiets auf die motorische Leistungsfähigkeit und das Aktivitätsverhalten im Kindergartenalter

Autoren: Kerstin Ketelhut, Hanno Strang & Martin Holzweg |Institut für Sportwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin

 

Problemstellung: Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden in Deutschland an Bewegungsmangel und ihre motorische Leistungsfähigkeit ist häufig unbefriedigend. Die aktuelle Studie untersucht, ob es bereits im Kindergartenalter Unterschiede hinsichtlich des Aktivitätsverhaltens und der motorischen Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit vom sozialen Umfeld der Kinder gibt


Methode: Aus 18 Kindergärten, von denen 9 in einem sozial schwachen und 9 weitere in einem sozial starken Einzugsgebiet lagen, wurden insgesamt 172 3-5-jähige Kinder rekrutiert. ...

Langzeitstudie „Lifestyle Intervention by Self-Regulation of Action (LISA)"

Das Wissen und der Wunsch zu einem gesunden Lebensstil allein reichen bewiesenermaßen nicht aus, um gute Vorsätze auch tatsächlich umzusetzen. In Kooperation mit der Universität Hamburg führte die DAK eine Langzeitstudie mit einem neuen, innovativen Ansatz der Motivationsforschung durch, welche bereits nach einer Woche positive Veränderungen im Gesundheitsverhalten der Studienteilnehmer nachweisen konnte. Und auch langfristige Erfolge waren zu verzeichnen. Die Probanden trieben über die gesamte Studiendauer erheblich mehr Sport und ernährten sich wesentlich gesünder als vorher.

Entscheidend war der zusätzliche Schritt, dass sich die Probanden nicht nur Ziele setzen wie beispielsweise mehr Alltagsbewegung oder eine gesündere Ernährung,...

MoVo-LISA Programm

Abstract

Auch die MoVo-LISA Studie der Universität Freiburg verfolgte das Ziel, durch ein Interventionsprogramm ein gesundheitsförderliches Verhalten aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Hierbei sollten Personen im Anschluss an eine stationäre Rehabilitation unterstützt werden, einen körperlich-aktiven Lebensstil zu entwickeln.

Das der Intervention zugrunde liegende MoVo-Modell stützt sich hierbei auf neuere psychologische Ansätze der Motivations- und Volitionsforschung. Es zielt demnach nicht nur auf die Stärkung der Motivation, sondern insbesondere auf die individuelle Fähigkeit der Selbststeuerung, die eigenen Vorsätze gegen aufkommende Hindernisse abschirmen zu können (Volition).

Es zeigte sich, dass umso bedeutsamer die Ziele für eine Person sind,...

Early Childhood Longitudinal Study

Bedeutung der Schulernährung auf die Gewichtsentwicklung überschätzt?

KlassenzimmerIn Schulen – und zum Teil auch außerhalb – werden zusätzlich zur regulären Schulverpflegung häufig noch Fastfood-Nahrungsmittel und -Getränke angeboten. Die Annahme liegt nahe, dass das zu Übergewicht bei Schülerinnen und Schülern führen kann. Doch möglicherweise wird der Einfluss der Schule und des dort vorhandenen Ernährungsangebotes auf die Entstehung von Übergewicht überschätzt. Eine jetzt veröffentlichte Längsschnittuntersuchung an einer repräsentativen Gruppe von 21.410 US-amerikanischen Grund- und MittelschülerInnen zeigt, dass sich die in den Schulen angebotenen Nahrungsmittel nicht signifikant auf die Entwicklung des Gewichts der Mittelschulkinder in der achten Klasse auswirkten.

TeilnehmerInnen dieser Teilstudie der...

Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen - StEG

wichtigste Kooperationspartner sind Sport, Kinder- und Jugendhilfe sowie kulturelle Bildungsträger

Der Auf- und Ausbau schulischer Ganztagsangebote spielt in der aktuellen Bildungsreformdebatte eine bedeutende Rolle. Länder und Bund investieren nicht nur in eine erweiterte Infrastruktur, sondern entwickeln und erproben zugleich - teils im Zusammenhang mit dem Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB), teils unabhängig davon - pädagogische Konzepte. ...

KidsVerbraucherAnalyse 2009: Taschengeld

Taschengeld oft in Fastfood investiert: Fördert viel Taschengeld eine ungesunde Ernährung?

Je mehr Taschengeld Kinder und Jugendliche bekommen, desto höher ist die Gefahr, dass ausgewogene Mahlzeiten durch Fastfood und Süßigkeiten ersetzt werden. Dennoch fördert weniger Taschengeld nicht unbedingt eine gesündere Ernährung, betont die Dr. Rainer-Wild-Stiftung in einem neuen Themenpapier. In Deutschland erhält fast jedes Kind und fast jeder Jugendliche Taschengeld. Im Jahr 2009 nehmen junge Menschen im Alter von 6 bis 19 Jahren rund 20,5 Milliarden Euro ein, zeigen Hochrechnungen der Studie Trend Tracking Kids 2009.

Das Geld wird überwiegend für Freizeitaktivitäten, Handy und Mode, aber auch für Süßigkeiten und Fastfood ausgegeben. Das sind Dinge, die Jungen und Mädchen möglicherweise nicht von den Eltern bekommen, die “cool” sind...

Dissertation: Körpergewichtsbezogene Wahrnehmung

Körpergewichtsbezogene Wahrnehmung von adipösen und normalgewichtigen Kindern und Jugendlichen sowie ihrer Eltern

Kurzfassung in Deutsch: Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen stellen ein weltweit zunehmendes Gesundheitsproblem dar und sind zur häufigsten chronischen Erkrankung des Kindes- und Jugendalters in der entwickelten Welt geworden. Nicht nur die Prävalenz der Adipositas ist in den letzten 25 Jahren gestiegen, sondern auch der absolute BMI. Die kindliche Adipositas stellt nicht nur ein kosmetisches Problem dar, sondern einen Risikofaktor etwa für Herzerkrankungen, Diabetes mellitus oder Störungen des Bewegungsapparates. Voraussetzung für erfolgreiche Präventions- und Interventionsprogramme ist ein Bewusstsein für Übergewicht und der Wille zur Gewichtsreduktion bei den betroffenen Kindern sowie bei deren Eltern. Diese...

Studie: Gesundheit und sozialer Status in der Jugend beeinflussen Leistungsfähigkeit im Alter

Ergebnisse der US-amerikanische "Health and Retirement Study"

Kinder aus niedrigen sozialen Schichten haben ein höheres Risiko, auch im Alter gesundheitliche Nachteile zu haben. Dieser Effekt ist unabhängig vom ethnischen Hintergrund oder dem Geburtsort einer Person. Darauf macht eine Analyse der US-amerikanischen Health and Retirement Study aufmerksam. Dieser Zusammenhang ist allerdings nicht unveränderlich. Der Abbau sozialer Benachteiligungen in der Kindheit sowie im weiteren Lebensverlauf kann den Effekt deutlich abschwächen.

Ungleiche körperliche Leistungsfähigkeit hängt bei älteren Menschen verschiedener rassischer, ethnischer oder regionaler Herkunft zum größten Teil von gesundheitlichen und sozioökonomischen Nachteilen in sehr jungen Jahren und im weiteren Erwachsenenleben ab. Zu diesem Schluss...

Dissertation: Determinanten und ges. Risiken von Übergewicht bei Kindern

Determinanten und gesundheitliche Risiken von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Elterliches Übergewicht wurde anhand der erhobenen Daten als wichtigste Determinante von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen identifiziert. Es zeigte sich zudem ein positiver unabhängiger Zusammenhang zwischen Adipositas und niedrigem Sozialstatus, Migrationshintergrund (nur bei 3- bis 13-Jährigen signifikant), hoher Gewichtszunahme in der Schwangerschaft (nur bei normalgewichtigen Müttern signifikant), mütterlichem Rauchen in der Schwangerschaft, hohem Geburtsgewicht, geringer Schlafdauer (nur bei 3- bis 10-Jährigen signifikant) sowie hohem Medienkonsum. Ein niedriger Sozialstatus war darüber hinaus mit einem höheren Auftreten ungünstiger Verhaltensweisen und Lebensbedingungen assoziiert. ...

Studie: Kinder altern vorzeitig durch Übergewicht

Je dicker die Kinder waren, desto kürzer waren die Leukozyten-Telomere, die als Marker für das biologische Alter gelten

Dass Übergewicht bei Kindern weitreichende Folgen haben kann, wurde in vielen Studien belegt. Nun hat eine französische Studie den Einfluss von Übergewicht auf den Alterungsprozess untersucht. ...

Studie: Ernährungsaufklärung von Gemeindeschwestern fast wirkungslos

Sydney: Argumente für Ernährungsaufklärung und Bewegungsförderung fruchteten wenig

In Australien ist eines von fünf Kindern bereits im Alter von zwei bis drei Jahren übergewichtig. Insbesondere auf Kinder aus ärmeren und bildungsferneren Schichten triftt dies zu. Um dieses Problem anzugehen, erhielten in einer randomisierten Studie der "Sydney School of Public Health" die Hälfte der Mütter in den ersten beiden Lebensjahren ihres Kindes acht Mal Besuch von einer Gemeindeschwester. Diese sollten erreichen, dass die Mütter Stillen, in den ersten sechs Monaten keine feste Nahrung zufüttern, später täglich auf Obst und Gemüse zu anbieten und den Kindern nur Wasser zum Trinken zu geben. Die Fernsehzeiten sollten zu Gunsten von Spielzeiten (tummy time) eingeschränkt werden. Die andere Hälfte der Mütter wurde lediglich zum...

Dissertation: Primärprävention der Adipositas - Eine Frage des mütterlichen Lebensstils in der Schwangerschaft?

Einleitung: Das Krankheitsgeschehen des Menschen wird neben dem genetischen Profil und Umweltbedingungen auch von Umgebungsbedingungen in der frühen intrauterinen Entwicklungsphase determiniert. Vor diesem Hintergrund rückt die Rolle der pränatalen bzw. metabolischen Prägung im Sinne möglichst frühzeitiger Prävention der weltweit ansteigenden Prävalenz von Übergewicht und Adipositas zunehmend in den Fokus der Wissenschaft, aber auch der Anwendung. Ein inadäquater maternaler Lebensstil in der Schwangerschaft, der unter anderem durch körperliche Inaktivität sowie eine positive Energiebilanz charakterisiert ist, kann zu einer exzessiven Gewichtszunahme und den damit verbundenen Erkrankungen wie dem Gestationsdiabetes führen, die wiederum...

Studie: Bis zu jedes 4. Kind ist mangelernährt

Fehlende Diagnosekriterien und Lücken bei Leitlinien – Neue Studie für 2010 geplant

Die klinischen Folgen einer Mangelernährung sind bei Kindern noch gravierender als bei Erwachsenen. Wachstum, Entwicklung, langfristige Gesundheit und Leistungsfähigkeit werden nachhaltig beeinträchtigt. Krankheitsverlauf und Genesung werden verzögert, Komplikationen und Infektionen häufen sich und führen zu längeren Krankenhausaufenthalten. Die wenigen vorliegenden Studien zeigen Untergewicht und Mangelernährung bei etwa 15 bis 30 Prozent der pädiatrischen Patienten in Europa.

Schätzungsweise jeder dritte bis vierte junge Patient in europäischen Krankenhäusern ist mäßig bis schwergradig mangelernährt. Auch in Deutschland zeigt eine prospektive Studie bei mehr als 600 konsekutiv in das Dr. von Haunersche Kinderspital am Klinikum der...

Gesundheitsrisiken & Umweltbelastungen alleinerzogener Kinder

Originalarbeit | Gesundheitswesen 2012; 74(3): 123-131 | DOI: 10.1055/s-0030-1270507

Originatext: © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York 

M. Scharte 1, G. Bolte 2
1 Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Sachbereich Arbeits- und Umweltepidemiologie, München
2 für die GME-Studiengruppe[*]

Auszug:
Studienpopulation/Methodik: Die Grundlage für diese Analyse bildeten die ersten 3 Surveys der Gesundheits-Monitoring-Einheiten 2004-2007 in 3 Landkreisen und 3 kreisfreien Städten Bayerns, in denen Eltern von insgesamt 19.039 Kindern im Alter 5-7 Jahre schriftlich befragt wurden. Die Analysepopulation mit vollständigen Angaben zur Familiensituation umfasste 18.327 Kinder. Der Anteil alleinerziehender Mütter lag bei 10%.

Ergebnisse: Alleinerziehende Frauen schätzten den Gesundheitszustand ihres Kindes...

Text zu Risiken, Ursachen und Therapie von Adipositas aus psychologischer Sicht

Bundesgesundheitsblatt 2011 · 54:548–554, © Springer-Verlag 2011, Autoren: J. Mata· S. Munsch

Zusammenfassung - Abstract: Seit den 1990er-Jahren steigt der Anteil an übergewichtigen oder adipösen Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Europa stark an. Etwa ein Drittel der adipösen Vorschulkinder und etwa die Hälfte der Schulkinder sind als Erwachsene adipös; die ökonomischen, medizinischen und psychosozialen Folgen sind erheblich. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die psychischen Risikofaktoren und Ursachen von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Hierzu zählen zum Beispiel eine Komorbidität mit psychischen Störungen, Stigmatisierung, ein schwieriges Verhältnis zu Gleichaltrigen, zur Familie, andere Umweltfaktoren und die genetische Veranlagung in Wechselwirkung mit dem Verhalten. Das Verständnis...

Evaluation: FugS - Fit und gesund im Schullandheim

Wer schlau is(s)t, bewegt sich! Eine Initiative zur Gesundheitsförderung

B & G 2012; 28(1): 11-21
DOI: 10.1055/s-0031-1283891
© Karl F. Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG

W. Brehm, A.-Th. Meier, M. Single (Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Sportwissenschaft II; Bayreuth)

Gesundheitsförderung ist fester Bestandteil des Settings Schule. Die Initiative FugS - Fit und gesund im Schullandheim - unterstützt und ergänzt Schule darin und ermöglicht im Sinne einer umfassenden und multidisziplinären Gesundheitsprävention Gesundheitsbildung am schulergänzenden Lernort Schullandheim. Ausgangspunkt ist dabei die Überlegung zur Gesundheitsförderung von Kindern auch schulergänzende und außerschulische Lernräume zu erschließen und zu nutzen. Im Rahmen der Initiative FugS bieten dazu 6 bayerische...

Elefanten-Kinderstudie 2011/2012 zur Kindergesundheit

Hauptsache gesund: Kleine Leute mit klaren Vorstellungen

Gesund sein und gesund bleiben – das ist schon jüngsten Kindern sehr wichtig. Bereits 7- bis 9-Jährige haben ausgeprägte Vorstellungen über ihre eigene Gesundheit, und sie sind bereit, selbst etwas dafür zu tun. An erster Stelle steht eine gesunde Ernährung, gefolgt von Sport und Bewegung. Zu diesen Ergebnissen kommt die „Elefanten-Kindergesundheitsstudie 2011/2012“ in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB). Für die größte und bundesweit einzige Studie dieser Art wurden fast 5.000 Kinder zwischen 7 und 9 Jahren in einer für Deutschland repräsentativen Stichprobe befragt.

Für 83 % der Kinder ist Gesundheit „sehr wichtig“

Die mit weitem Abstand wichtigste Voraussetzung, um sich gesund zu fühlen, ist für 62 % der Kinder eine...

Übergewicht als Risikofaktor für Zahnverlust

Von Prof. Dr. Peter Meisel, Prof. Dr. Thomas Kocher (Auszug)

2009 waren in Deutschland unter Zugrundelegung des Body Mass Index (BMI) der WHO 60 % der Männer und 43 % der Frauen übergewichtig, Tendenz zunehmend [1]. Als adipös mit einem BMI ab 30 wurden 16 % der Männer und 14 % der Frauen eingestuft. In der paneuropäischen PANORAMA-Studie zeigte sich, dass auch Diabetes mellitus ein wachsendes Problem unserer Gesellschaft ist [2]. In der dort untersuchten Population waren 45 % der Probanden übergewichtig. Es wird geschätzt, dass heute mindestens 10 % aller Deutschen (mehr als 8 Millionen!) Diabetiker sind [3]. Bei bis zu drei Viertel dieser Patienten besteht eine Gingivitis oder Parodontitis [4], bei wenigstens einem Drittel handelt es sich um schwere Formen mit 5 mm und mehr Attachmentverlust.

Übergewicht gibt einen wichtigen Hinweis auf die Gefährdung von Patienten durch Parodontitis und letztlich auch für Zahnverlust. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob es sich um eine echte Determinante in der Pathogenese handelt oder um einen Marker für das Risiko von Diabetes und anderen mit Parodontitis assoziierten Krankheiten. Heute sind neben effektiver Plaquekontrolle auch Rauchentwöhnungsprogramme fester Bestandteil der Parodontitisprophylaxe ...


Mai 2013
MoDiMiDoFrSaSo
29
  • 29.04.2013 – 30.04.2013 Karlsruhe

    Besser essen. Mehr bewegen. KINDERLEICHT-REGIONEN

    Auf der Tagung werden die Evaluationsergebnisse zum Modellvorhaben präsentiert.
30
  • 29.04.2013 – 30.04.2013 Karlsruhe

    Besser essen. Mehr bewegen. KINDERLEICHT-REGIONEN

    Auf der Tagung werden die Evaluationsergebnisse zum Modellvorhaben präsentiert.

Termine

  • 12.06.2013 Krems, Niederösterreich

    4. EUFEP Kongress

    4. Kongress des europäischen Forums für evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention zum Thema "Adipositasprävention - eine (ge)wichtige...
  • 21.06.2013 Karlsruhe

    peb-Symposium zum "Sitzenden Lebensstil" auf dem Kinderturn-Kongress 2013

    Der beliebte Karlsruher Kongress vom 21. bis 23. Juni 2013 verpackt wissenschaftliche Erkenntnisse in Anregungen und Tipps für die Praxis.
  • 25.09.2013 Konstanz

    21. Sportwissenschaftlicher Hochschultag der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs)

    Bei diesem zentralen Kongress der deutschen Sportwissenschaft, der zum ersten Mal gemeinsam mit der Sportwissenschaftlichen Gesellschaft der Schweiz...