Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen - StEG
wichtigste Kooperationspartner sind Sport, Kinder- und Jugendhilfe sowie kulturelle Bildungsträger
Der Auf- und Ausbau schulischer Ganztagsangebote spielt in der aktuellen Bildungsreformdebatte eine bedeutende Rolle. Länder und Bund investieren nicht nur in eine erweiterte Infrastruktur, sondern entwickeln und erproben zugleich - teils im Zusammenhang mit dem Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB), teils unabhängig davon - pädagogische Konzepte.
Vor diesem Hintergrund wurde mit der "Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen" (StEG) ein länderübergreifendes Forschungsprogramm zur Entwicklung von Ganztagsschulen und -angeboten durchgeführt. Das aus dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF; Prof. Klieme), dem Deutschen Jugendinstitut (DJI; Prof. Rauschenbach) und dem Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS; Prof. Holtappels) bestehende Forschungskonsortium untersucht dabei, in enger Absprache mit den Ländern und finanziert durch das Bundesbildungsministerium (BMBF), größere Stichproben von Schulen in mehreren Erhebungswellen (Längsschnitt). Dem Stand der Schul- und der Jugendforschung entsprechend wurden hierzu systematische Befragungen von pädagogischen Fachkräften, Schul- und Projektleitungen, Schülerinnen und Schülern, Eltern und außerschulischen Kooperationspartnern durchgeführt.
Derzeit wird die dritte Erhebungswelle vom Dezember 2009 ausgewertet. Erste Ergebnisse der Längsschnitterhebung 2005 bis 2009 werden in der aktuellen Studie "Ganztagsschule: Entwicklung und Wirkungen" vorgestellt. In einer Buchpublikation werden 2011 die ausführlichen Ergebnisse vorliegen. Damit lassen sich erstmals empirisch abgesicherte Aussagen über die Konzeption, Einführung, Durchführung, Nutzung und Akzeptanz von Ganztagsangeboten sowie über deren Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler treffen. Auch international findet die Studie Beachtung. An der empirischen Längsschnittuntersuchung beteiligen sich 14 Länder.
Downloads und weitere Informationen
- PDF-Download Kurzübersicht: www.bmbf.de / ...
- Direktdownload PDF_Dokument | 3,78 MB: Gantagsschule: Entwicklung und Wirkungen. Ergebnisse der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen 2005 - 2010
- Weitere BMBF-Informationen zur Studie: www.ganztagsschulen.org/10248.php
- Homepage der Studie: www.projekt-steg.de
Ausgewählte Ergebnisse
- Ganztagsschule erfährt eine breite Akzeptanz.
- Im Sekundarbereich ist eine ausgewogene Beteiligung aller sozialen Schichten erreicht, in der Primarstufe nehmen Kinder aus sozial besser gestellten Familien etwas häufiger teil.
- Kinder mit Migrationshintergrund sind im Primarbereich noch etwas weniger repräsentiert als Kinder ohne Migrationshintergrund.
- Kinder nehmen eher am Ganztag teil, wenn ihre Eltern beide erwerbstätig sind und wenn Schulen ein flexibles Angebot an Ganztagsplätzen vorhalten.
- Ganztagsschule erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Eltern fühlen sich durch die Ganztagsschule entlastet. Das gilt besonders für Familien mit niedrigerem sozioökonomischen Status. - Das Familienklima entwickelt sich positiver, wenn Kinder regelmäßig die Ganztagsschule besuchen.
- Die wichtigsten Kooperationspartner für Ganztagsschulen sind der Sport, die Kinder- und Jugendhilfe sowie kulturelle Bildungsträger
Begleitprogramm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung
Die inhaltliche Ausgestaltung von Ganztagskonzepten wird in enger Abstimmung mit den Ländern durch das Begleitprogramm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) "Ideen für mehr! -Ganztägig lernen" unterstützt und bis 2014 fortgeführt (
Weitere Informationen: www.ganztaegig-lernen.de

































